Siemens and Rittal Partner to Redesign Power Distribution for Next-Gen AI Data Centers

Siemens und

Rittal gestalten die Stromversorgungsarchitektur von KI-Rechenzentren neu: Technische Tiefenanalyse #

Die Wurzel der Energiekrise: Exponentielles Wachstum der KI-Rechenbedarfe

Im März 2026 kündigten der deutsche Industriekonzern Siemens und der Schaltschrank- und Stromverteilungsspezialist Rittal eine strategische Partnerschaft zur Neugestaltung der Stromverteilungsinfrastruktur für KI-Rechenzentren der nächsten Generation an. Die explosiv wachsenden Stromanforderungen von KI-Workloads durchbrechen die physikalischen Grenzen traditioneller Rechenzentrums-Elektroarchitekturen. Der Stromverbrauch pro Rack hat sich dramatisch verändert: von 5-10 kW bei traditionellen IT-Racks über 40-60 kW bei NVIDIA H100 GPU-Clustern bis zu über 120 kW bei der neuesten NVIDIA Vera Rubin Plattform — das 10- bis 15-fache konventioneller Server-Racks. In einem Hyperscale-Rechenzentrum mit Tausenden von Racks erreicht der Gesamtbedarf Hunderte von Megawatt. #

Technische Architektur

der gemeinsamen Lösung Die Lösung strukturiert die Stromversorgung auf drei Ebenen neu. Bei der Verteilung: modulare Hochdichte-PDUs mit 400V-Gleichstromverteilung, die den PUE-Wert von traditionellen 1,4-1,6 auf 1,1-1,2 verbessern. Beim intelligenten Management: KI-gestütztes Energiemanagementsystem auf Basis von MindSphere, das jeden Rack und GPU in Echtzeit überwacht, den Bedarf vorhersagt und Strom dynamisch umverteilt. Bei der Kühlung: Hybridarchitektur aus direkter Flüssigkeitskühlung (DLC) für Racks über 80 kW und optimierter In-Row-Luftkühlung für mittlere und niedrige Dichten. #

Wettbewerbslandschaft

und industrielle Bedeutung Schneider Electric, ABB und Huawei sind ebenfalls im Markt aktiv, aber die End-to-End-Integration von Siemens-Rittal ist ein entscheidender Differenzierungsfaktor. Diese Partnerschaft spiegelt die Vertiefung der KI-Wertschöpfungskette von Software und Modellen hin zu physischer Infrastruktur wider. Ein schlecht gestaltetes 100-MW-Rechenzentrum kann jährlich Dutzende Millionen Dollar an Stromverlusten verursachen. Ein PUE von 1,1-1,2 bedeutet Hunderte Millionen Dollar Einsparungen über zehn Jahre.