Ericsson and Forschungszentrum Jülich to Develop Advanced AI for 6G Networks Using Europe's First Exascale Supercomputer

瑞典电信巨头爱立信与德国于利希研究中心(Forschungszentrum Jülich)于2026年3月宣布合作,利用欧洲首台百亿亿次(exascale)超级计算机JUPITER开发面向6G网络的高级AI技术。

此次合作的核心方向是"脑启发计算"(brain-inspired computing),试图将类脑神经网络的计算范式应用于通信网络的智能化管理。JUPITER超级计算机的算力将被用于训练能够实时优化6G网络性能的大规模AI模型。

6G预计在2030年左右商用,相比5G将提供1000倍以上的数据吞吐量。AI将在6G中扮演核心角色:从频谱分配、波束管理到网络切片,几乎所有关键网络功能都将由AI驱动。爱立信此举旨在确保欧洲在6G标准制定和技术布局上不落后于中国和韩国。

此合作也是欧洲在高性能计算(HPC)与AI交叉领域发力的标志性项目,体现了欧洲试图利用其在科研基础设施方面的优势来弥补在商业AI领域的相对弱势。

Strategische Partnerschaft zwischen Ericsson und dem Forschungszentrum Jülich: Exascale-Supercomputer JUPITER treibt 6G-KI-Konvergenz voran

Einleitung: Eine historische Verschmelzung von Supercomputing und Telekommunikation

Im März 2026 gaben der schwedische Telekommunikationsriese Ericsson und das deutsche Forschungszentrum Jülich eine strategische Partnerschaft bekannt, um JUPITER, Europas ersten Exascale-Supercomputer, für die gemeinsame Entwicklung von Technologien der künstlichen Intelligenz für 6G-Netzwerke zu nutzen. Diese Zusammenarbeit markiert eine tiefgreifende Verschmelzung von Supercomputing und Telekommunikations-Netzwerkforschung und signalisiert, dass die nächste Generation der Mobilkommunikation grundlegend von KI-gesteuerter Innovation abhängen wird.

JUPITER nahm Ende 2024 am Jülich Supercomputing Centre seinen Betrieb auf und liefert eine Spitzenleistung von über 1 Exaflop (10^18 Gleitkommaoperationen pro Sekunde), was ihn zum leistungsstärksten Supercomputer Europas macht. Basierend auf NVIDIAs Grace Hopper Superchip-Architektur mit etwa 24.000 GPU-Beschleunigern ist das System speziell für großangelegtes KI-Training und wissenschaftliche Simulation konzipiert.

Technische Spezifikationen von JUPITER

JUPITER ist eines der Flaggschiffprojekte des EuroHPC Joint Undertaking mit einer Gesamtinvestition von über 500 Millionen Euro:

  • **Spitzenleistung**: Über 1 Exaflop (FP64-Präzision), KI-Inferenzleistung bis zu 93 Exaflops (FP8-Präzision)
  • **GPU-Anzahl**: Etwa 23.762 NVIDIA GH200 Grace Hopper Superchips
  • **Gesamtspeicher**: Über 1,5 PB HBM3-Hochbandbreitenspeicher
  • **Speichersystem**: Hierarchische Speicherarchitektur mit einer Gesamtkapazität von über 100 PB
  • **Netzwerk**: NVIDIA Quantum-2 InfiniBand-Netzwerk mit 400 Gb/s Bandbreite
  • **Energieeffizienz**: Warmwasserkühlungssystem mit über 40% verbesserter Energieeffizienz

Gehirn-inspiriertes Computing und Intelligenz der Kommunikationsnetze

Eine der zentralen Forschungsrichtungen dieser Partnerschaft ist das „Brain-Inspired Computing", das sich an der neuronalen Netzwerkstruktur und den Informationsverarbeitungsmechanismen des menschlichen Gehirns orientiert, um neuartige KI-Algorithmen und Rechenarchitekturen zu entwickeln.

Spiking Neural Networks (SNNs): Diese Netzwerke simulieren die Impulssignalübertragungsmechanismen biologischer Neuronen und ermöglichen ultraenergiearme Edge-Intelligenz-Inferenz. In Basisstationen können SNNs Strahlmanagement und Benutzerplanung im Millisekundenbereich durchführen und dabei nur ein Hundertstel der Energie herkömmlicher GPU-Inferenz verbrauchen.

Neuromorphe Chiparchitekturen: Entwicklung spezialisierter Kommunikations-KI-Chips, die neuromorphes Computing in Basisstations- und Kernnetzausrüstung integrieren. Diese Chips verarbeiten Netzwerkdaten ereignisgesteuert und reduzieren den statischen Stromverbrauch erheblich.

Föderiertes Lernen und verteilte Intelligenz: Nutzung der parallelen Rechenkapazitäten von JUPITER zur Simulation großer verteilter Lernszenarien, um zu erforschen, wie Tausende von Basisstationen unter Wahrung der Privatsphäre der Nutzer kooperativ lernen und Netzwerkparameter optimieren können.

Die KI-native Architekturvision für 6G-Netzwerke

6G-Netzwerke sollen voraussichtlich um 2030 kommerziell eingesetzt werden, und die Branche positioniert sie weithin als „KI-native Netzwerke". Im Gegensatz zur 5G-Ära, in der KI hauptsächlich als Hilfswerkzeug diente, wird die Kernarchitektur von 6G KI-Fähigkeiten von der Entwurfsphase an tief integrieren.

Spektrummanagement: Mit der Einführung von Terahertz-Frequenzbändern (THz) werden die verfügbaren Spektrumressourcen dramatisch zunehmen, aber die Signalausbreitungseigenschaften werden auch komplexer. KI-gesteuerte dynamische Spektrumzuweisungssysteme müssen elektromagnetische Umgebungen in Echtzeit erfassen und die Spektrumteilung koordinieren.

Strahlmanagement: 6G-Netzwerke werden voraussichtlich ultra-massive MIMO-Antennenfelder einsetzen, wobei die Strahlanzahl Hunderte oder sogar Tausende erreichen kann. KI-basiertes Strahlmanagement ermöglicht prädiktives Strahlumschalten und adaptive Strahlformung.

Network Slicing: Die Netzwerkschnitt-Technologie wird in der 6G-Ära einen qualitativen Sprung erleben, mit vollständig autonomem intelligentem Slice-Management basierend auf Echtzeit-Serviceanforderungen.

Europas strategische Position im 6G-Wettlauf

Diese Partnerschaft spiegelt auch Europas strategische Überlegungen im globalen 6G-Technologiewettlauf wider. Die USA, China, Südkorea und Japan beschleunigen alle ihre 6G-Forschung und -Entwicklung.

Europas Vorteil liegt in seiner tiefen Tradition der Grundlagenforschung und seinen starken industriellen Fähigkeiten. Ericsson und Nokia als zwei der weltweit führenden Telekommunikationsausrüster halten Kernpatente in drahtlosen Kommunikationstechnologien. Das EuroHPC-Programm bietet Europa eine erstklassige Supercomputing-Infrastruktur. Das Horizon Europe Rahmenprogramm der EU hat über 900 Millionen Euro für 6G-Forschung bereitgestellt, wobei Flaggschiffprojekte wie „Hexa-X-II" von Ericsson geleitet werden.

Industrielle Auswirkungen und Marktausblick

Aus industrieller Perspektive wird die Konvergenz von Supercomputing und Telekommunikation neue Geschäftsmodelle und industrielle Ökosysteme hervorbringen. Zukünftige Telekommunikationsbetreiber müssen möglicherweise eigene KI-Trainingsinfrastruktur aufbauen oder über Cloud-Dienste auf Supercomputing-Kapazitäten zugreifen. Der globale 6G-Markt wird zwischen 2030 und 2040 voraussichtlich mehrere Billionen Dollar erreichen.

Fazit

Die Partnerschaft zwischen Ericsson und dem Forschungszentrum Jülich steht für eine historische Konvergenz dreier Spitzendomänen: Supercomputing, künstliche Intelligenz und Kommunikationstechnologien der nächsten Generation. JUPITERs formidable Rechenleistung wird als Beschleuniger für technologische 6G-KI-Durchbrüche dienen, während bahnbrechende Forschungsrichtungen wie das gehirn-inspirierte Computing versprechen, das Intelligenzniveau von Kommunikationsnetzen grundlegend zu transformieren. In einem sich verschärfenden globalen 6G-Wettlauf sichert diese Partnerschaft Europa einen wertvollen technologischen Vorsprung.